./News

Kay Kaul | ART ARTIST, Düsseldorf
17. - 19.04.2026

Hansaallee 190
40547 Düsseldorf
Gebäude 1 | 1. Etage | Raum E2

Blind Spots ist eine immersive Ausstellungs-installation der Künstler*innen Paula Knaps
Loos, Julija Skudutytė, Kay Kaul und Aylin Leclaire. Die Ausstellung knüpft an das Raumkonzept des Vorjahres an und entwickelt dieses weiter, indem die einzelnen Arbeiten nicht separat präsentiert, sondern zu einem gemeinsamen, begehbaren Gesamtbild verschränkt werden.
Ein zentrales Element ist die Lichtsituation. Der Raum ist weitgehend abgedunkelt, und jede Arbeit erzeugt ihr eigenes Licht oder wird gezielt be-leuchtet. Dadurch entstehen unterschiedliche visuelle Zonen, die die Besucher*innen durch ver-schiedene künstlerische Räume führen. Orientierung entsteht nicht über den gesamten Raum, sondern über einzelne Lichtinseln, zwischen denen sich Übergänge und Brüche ergeben.
Julija Skudutytė arbeitet mit Materialität, Alltags-bezügen und der Transformation von Objekten. Für die Ausstellung wird der Boden mit Spiegelfolie ausgekleidet und zu einer reflektierenden, wasserähnlichen Fläche transformiert. Diese „spiegelnde Oberfläche“ verändert die Wahrneh-mung des gesamten Raums und bezieht die Besucher*innen direkt ein. In den verschlossenen Fensternischen installiert sie drei zu einem Tryptichon zusammengesetzte Kollagen, die von malerischen, reflektierenden und textilen Ele-menten bestimmt werden.

Aylin Leclaires Beitrag knüpft an ihre interdis-ziplinäre Praxis an, in der sich Skulptur, Film
und Sound zu narrativen Räumen verbinden. Im Raum verteilte Miniaturbühnenbilder, entwickelt aus einem filmischen Kontext, fungieren als verdichtete Szenen. Diese skulpturalen Setzungen operieren mit Maßstabsverschiebungen und erzeugen intime
Bildräume, die sich erst in der Annäherung er-schließen. Sie eröffnen fragmentarische Narrative, die sich nicht linear erzählen, sondern als räum-liche Konstellationen erfahrbar werden.

Kay Kaul beschäftigt sich in seiner fotografischen Arbeit mit der Sichtbarmachung von Licht und Zeit, insbesondere durch die Überlagerung mehrerer Momente in einem Bild. Für Blind Spots entwickelt er eine großflächige Tapete mit Motiven von Galaxien und kosmischen Strukturen, die an Wänden oder Decke angebracht wird. Dadurch wird der Raum visuell geöffnet und erweitert – er wirkt nicht mehr abgeschlossen, sondern wie in
einen größeren, unendlichen Zusammenhang eingebettet.

Paula Knaps Loos setzt sich in ihrer Arbeit mit Dekor, Herkunft und der Auflösung von Grenzen zwischen Kunst, Design und Ornament ausein-ander. Ausgangspunkt ist ihre collagebasierte Praxis, in der sich fotografische, zeichnerische und dekorative Elemente zu vielschichtigen Bildwelten verbinden. In der Ausstellung übersetzt sie diese Prinzipien in den Raum: Leuchtende Glasbausteine werden als skulpturale Lichtquellen mit
Schattenspiel eingesetzt, während Perlenvorhänge als Bildträger zusätzliche Ebenen einziehen. Diese Elemente strukturieren den Raum, erzeugen Durchblicke und überlagern sich wie eine begeh-bare Collage.

Im Zusammenspiel entsteht ein Raum, der mit Reflexion, Licht und unterschiedlichen Maßstäben arbeitet. Blind Spots beschreibt Situationen, in denen Wahrnehmung kippt – zwischen Nähe und Distanz, Oberfläche und Tiefe, Realität und Pro-jektion.

https://artartist.co/

zurück