Vita
 
1966 geboren in Adenau

1991-1996 Studium der Theater- und Veranstaltungstechnik
seit 1996 Tätigkeit als Licht-, Bühnen- und Videodesigner, freie künstlerische Tätigkeit
seit 2006 Dozententätigkeit beim Meisterkurs für populäre Musik für den deutschen Musikrat in Berlin


2009 "What You See Is What You Get", Galerie Voss, Düsseldorf

2008 ArtRmx 2008 Vol. 1, Cologne
Adventsturm 2008 - 24 nights - 24 artists, Frankfurt
Bühnendesign: Patrice „Freepatriation“

2007 Künstlerischer Direktor der Produktion der Live DVD “Live in München” der Gruppe Juli

Lichtinstallation für die Konzertreise der Europäischen Ensemble Akademie mit Mauricio Kagel, Manfred Schoof und Moritz Eggert

Bühnendesign:
Juli “Ein neuer Tag” - Sportfreunde Stiller “La Bum Tour” - Gentleman “Confidence Tour” - DePhazz “Days of Twang Tour” - Manowar, Europa-Tour - Guano Apes, Europa-Tour

2006 Lichtinstallation mit Prof. Dipl. Ing. Gunther Vettermann für "Event LX" in der Lichtharfe, Messe Köln

2005 “BreakUp No. 202” bei der Internationalen Fachmesse und Kongress für Veranstaltungstechnik, Event und Service in Berlin
Nominierung für den World Stage Design Award in den Kategorien Licht design und Setdesign durch die International Organization of Scenographers, Theatre Architects and Technicians (OISTAT), WSD Toronto, Canada

2003 interaktive Bühneninstallation der Europa Tour der Guano Apes “Walking on a thin line”

2002 Licht, Bühnen und Videoinstallation der Welttournee von
A-ha “Lifelines”

2000 Licht, Bühnen und Videoinstallation der Welttournee von
A-ha “Minor earth – major sky”

1996 Lichtdesign für das ZDF / Michael Jackson

Seit 2003 Teilnahme an internationalen Kunstmessen





Aktuelle Ausstellungen
 
JoJo Tillmann // What you see is what you get
30.01.2009 - 28.02.2009



Literatur
 
Tillmann arbeitete bislang als internationaler Showdesigner u.a. für die Pop-Gruppe a-ha. Der von ihm kontrollierte Raum für eine Interpretationen einer detaillierten Lichtgestaltung war bisher die Bühne. Das Erzeugen von Dimensionen durch Lichtlinien, Bühnenarchitektur und Videoinstallationen ist seit nunmehr 15 Jahren fester Bestandteil seiner Arbeit als Lichtmeister. Die nun entstandene Serie von Lichtobjekten trägt und übersetzt seine Visionen.

Der zentrale Punkt der Arbeiten ist nicht die Darstellung einer Geometrie, sondern die Wahrnehmung von Dimensionalität und Funktionalität eines Raumes. Als Konstrukteur bedient er sich dabei der minimalistischen Reduktion von Geometrien aus der frühen Computerspielkultur.

In der architektonischen Konstruktion dient das Raster als imaginäre Maßeinheit für die formalen Experimente mit dem Raum. Es wird die Frage provoziert, wer den Raum kontrolliert und warum. Begründet durch die Rätselhaftigkeit der Darstellung wird der Betrachter zum unverzichtbaren Mitspieler. Durch den Wechsel seines Standorts kontrolliert und verändert er den Raum. Weil die Perspektive nicht eindeutig definiert werden kann, entsteht eine Beziehung zwischen Teilen der dargestellten Geometrie und dem Betrachter (Fusion). Durch die Entlarvung der Täuschung werden vielfältige Bezüge zur Raumerfahrung hergestellt. Fragen nach der Funktion, Positionierung, Messbarkeit und Begreifbarkeit von Dimensionalität in diesem Raum werden gestellt. Ist der Raum menschlich? Ist der Raum gegenwärtig? Ist der Raum individuell?

Die Motivträger werden nach einem vom Künstler entwickelten Verfahren hergestellt.
Auf die beiden Seiten eines Acrylglases wird in Handarbeit je ein Motiv aufgetragen. Beim Betrachten verdichten sich die beiden seitenverkehrt hergestellten Motive zu einer seitenrichtigen, räumlichen Einheit

In der ersten Einzelausstellung des Lichtkünstlers JoJo Tillmann zeigt die Galerie Voss unter dem Titel „What You See Is What You Get“ neue Arbeiten aus der „BreakUp“-Serie.

Tillmann hinterleuchtet seine Objekte mit einer neuartigen LED-Technik, die bevorzugt im Konzertwesen eingesetzt wird. Das Licht wird wahlweise programmiert. Bei den interaktiven Arbeiten ist jede LED in Leuchtkraft und Farbe einzeln steuerbar. Mit Hilfe einer Kamera ist das Licht auch über die Körperbewegung des Betrachters zu verändern.

Tillmanns zweischichtig aufgebaute Arbeiten wirken durch die LED-Beleuchtung dreidimensional. Je nach Lichtfarbe treten Bildbereiche in den Vordergrund oder verschwinden gänzlich. Durch eine entsprechende Lichtprogrammierung entsteht eine ungewöhnliche Dynamik im Bild.

Die Grundlage der Bildmotive ist ein präzise konstruierter, geometrischer Raum, den Tillmann durch Vermehrung, Überlagerung und Verzerrung so verändert, dass darin Raumkräfte erfunden werden. Innerhalb der Lichtkomposition dient der Betrachter als Modulator für Lichtintensität, Lichtfarbe und Geschwindigkeit. Der Betrachter taucht in den Licht-Raum ein, beeinflusst diesen und nimmt sich selbst als Teil des vorgestellten Raumes wahr.